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Aktuelles
Newsletter 05-2026
  • Tarifergebnis  

  • VLW-Klausurtagung

  • Austausch von VLW und vlbs

  • Verrechnungsstunden

  • Neue VLW-Kompakt

  • Umfrage zu Gewalt anBBS'n

  • Hitzeschutz

 
Themenübersicht 05-2026
 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
zum Ende eines intensiven Schuljahres möchten wir Ihnen zunächst herzlich erholsame und sonnige Sommerferien mit angenehmen Temperaturen wünschen. Hinter uns liegen herausfordernde Monate mit vielen bildungspolitischen Themen, schulischen Aufgaben und verbandlichen Entwicklungen - insbesondere der geplanten Fusion des VLW mit dem vlbs. Umso wichtiger ist es nun, Kraft zu schöpfen, Abstand vom Schulalltag zu gewinnen und Zeit für Familie, Freunde und persönliche Erholung zu finden.
 
Gleichzeitig möchten wir Ihnen mit diesem Newsletter noch einmal einen aktuellen Einblick in zentrale Entwicklungen, Gespräche und Themen geben, die uns als Verband in den vergangenen Wochen beschäftigt haben und auch nach den Sommerferien weiter begleiten werden.
 
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und vor allem eine erholsame unterrichtsfreie Zeit.
 
Herzliche Grüße
Ihr VLW Team
 

Tarifergebnis wird auf Beamtinnen und Beamte übertragen
 
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat beschlossen, das Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst zeitgleich und systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter zu übertragen. Damit profitieren auch Lehrkräfte im Beamtenverhältnis von der allgemeinen Einkommensentwicklung. Die Übertragung gilt ebenso für Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.
 
Konkret ist vorgesehen, die Bezüge in drei Schritten zu erhöhen:
  • 1. April 2026 + 3,3 %
  • 1. März 2027 + 2,0 %
  • 1. Januar 2028 + 1,0 %
Für Anwärterinnen und Anwärter sowie Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare sind zu denselben Zeitpunkten Festbetragserhöhungen vorgesehen: zweimal um jeweils 60 Euro und einmal um 30 Euro. Zudem wird der im Tarifabschluss vereinbarte Mindestanpassungsbetrag linear auf die Besoldung übertragen.
 
Dadurch soll auch in der untersten Besoldungsgruppe im ersten Anpassungsschritt ein Gehaltszuwachs von mindestens 100 Euro erreicht werden.
Aus Sicht des Lehrerverbandes ist die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung ein wichtiges Signal der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Gerade Lehrkräfte tragen täglich Verantwortung für Bildung, Erziehung und die Zukunftschancen junger Menschen. Angesichts der anhaltenden Belastungen an den Schulen, des Fachkräftemangels und der gestiegenen Lebenshaltungskosten ist die Besoldungsanpassung ein notwendiger Schritt, um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu sichern.
 
Positiv ist zudem, dass die Landesregierung ausdrücklich die Bedeutung eines leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Dienstes hervorhebt. Für die Schulen muss daraus jedoch auch folgen, dass neben der finanziellen Anerkennung weitere Maßnahmen zur Entlastung und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen umgesetzt werden. Gute Bildung braucht gut ausgestattete Schulen, verlässliche Rahmenbedingungen und motivierte Lehrkräfte.
 
Angefangen von den Demos im Januar und Februar wird der VLW auch das weitere Gesetzgebungsverfahren aufmerksam begleiten und sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Interessen der Lehrkräfte, Anwärterinnen und Anwärter sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger angemessen berücksichtigt werden.
 
Rückblick: VLW und vlbs gemeinsam unterwegs im Dachverband dbb Rheinland-Pfalz
für die Tariferhöhung bei kühleren Temperaturen  
 

VLW-Klausurtagung: Schwerpunkt weitere Vorbereitungen zur Fusion mit dem vlbs
 
Im Rahmen seiner Klausurtagung traf sich der Landesvorstand des VLW Mitte Juni in Münchweiler, um zentrale Weichenstellungen für die zukünftige Verbandsarbeit vorzunehmen. Im Mittelpunkt standen die Planungen zur künftigen Zusammensetzung des Landesvorstandes sowie die weiteren Schritte im Zusammenhang mit der angestrebten Fusion mit dem vlbs. Die Berichte der verschiedenen Verhandlungskommissionen machten deutlich, dass auf diesem Weg bereits wichtige Fortschritte erzielt werden konnten.
 
Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des vlbs fanden Arbeitsgruppen und Plenumsrunden statt, die dem fachlichen Austausch, dem gegenseitigen Kennenlernen und der Erarbeitung gemeinsamer Positionen dienten. Die konstruktive Zusammenarbeit bestätigte den gemeinsamen Willen, die Fusion zielgerichtet zum 18.02.2027 voranzubringen und die Interessen der Mitglieder künftig noch stärker zu bündeln.
 
Am zweiten Tag wurden die Ergebnisse der gemeinsamen Beratungen ausgewertet und die Vorplanung der Landesdelegiertenversammlung des VLWs am 18.02.2027 aufgenommen. Dabei wurden erste Tagesordnungspunkte festgelegt und ein grober zeitlicher Rahmen abgestimmt.
 
Die Klausurtagung war geprägt von einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre. Sie setzte wichtige Impulse für die zukünftige Verbandsarbeit und zeigte, dass die Fusion mit dem vlbs Schritt für Schritt Gestalt annimmt.
 
Gemeinsam mehr bewegen:
VLW und vlbs tagen zusammen
 

Austausch von VLW und vlbs mit der neuen Hausleitung im Bildungsministerium
 
Die neue Hausleitung im Bildungsministerium nutzt derzeit die Gelegenheit, im Rahmen eines „Speed-Dating“-Formats die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure des rheinland-pfälzischen Bildungssystems persönlich kennenzulernen. In diesem konstruktiven Rahmen kamen auch Vertreterinnen und Vertreter von vlbs und VLW mit Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig, Staatssekretärin Jenny Groß, Ministerialdirektor Mathias Range sowie Christian Tuldi, stellvertretender Büroleiter im Ministerinbüro, ins Gespräch.
 
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden verschiedene aus Sicht der beiden Verbände zentrale Themen für die berufliche Bildung angesprochen.
Im Mittelpunkt stand zunächst die besondere Bedeutung der berufsbildenden Schulen für die Fachkräftesicherung. Mit ihren vielfältigen Bildungsgängen und über 200 Berufsfeldern leisten die BBSen einen entscheidenden Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte. Die Ministerin bestätigte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die hohe Komplexität der beruflichen Bildung.
 
Kritisch thematisiert wurde von unserer Seite zudem die derzeitige Stellensituation. Für das kommende Schuljahr sind nach aktuellem Stand lediglich 51 Planstellen für rund 180 Absolventinnen und Absolventen vorgesehen. Aus Sicht der Verbände ist dies angesichts der bevorstehenden Pensionierungswelle und gleichzeitig steigender Schülerzahlen bei weitem nicht ausreichend. Gute Bewerberinnen und Bewerber dürften in dieser Situation nicht abgewiesen werden. Zugleich sendet eine derart geringe Zahl an Planstellen ein fatales Signal an junge Menschen, die ein Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen in Betracht ziehen. Wer nach einem anspruchsvollen Studium und Vorbereitungsdienst keine verlässliche Einstellungsperspektive erkennt, wird sich möglicherweise gegen diesen Berufsweg entscheiden oder in ein anderes Bundesland abwandern. Damit verschärft sich der künftige Lehrkräftemangel zusätzlich. Für den nächsten Haushalt sollten daher mindestens 100 zusätzliche Stellen für die berufsbildenden Schulen berücksichtigt werden.
 
Ein weiterer Schwerpunkt war die Problematik der Mindestklassengrößen und des Feststellungszeitpunkts zum 1. März. Gerade in Bildungsgängen wie Fachschulen befinden sich zu diesem Zeitpunkt viele potenzielle Schülerinnen und Schüler noch in Ausbildung oder beruflicher Orientierung. Die Verbände machten deutlich, dass die Schulen hier mehr Flexibilität benötigen. Zwar soll diese durch den sogenannten Pausefaktor grundsätzlich gestärkt werden, in der praktischen Umsetzung werde dies aus Sicht der Schulen jedoch seitens der ADD in Teilen nur unzureichend berücksichtigt.
 
Auch das Thema Schulabsentismus wurde angesprochen. Die Verbände wiesen darauf hin, dass Fehlzeiten an Schulen mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden sind, ohne dass in bestimmten Bildungsgängen klare Konsequenzen vorgesehen sind. Insbesondere in Fachschulen und Höheren Berufsfachschulen fehlen verbindliche Regelungen, etwa in Form einer maximal zulässigen Fehlquote.
 
Darüber hinaus wurde die dringend notwendige Entbürokratisierung an Schulen thematisiert. Die Verbände verwiesen darauf, dass entsprechende Vorschläge aus den Schulleitungen sowie aus dem Hauptpersonalrat bereits an das Ministerium herangetragen wurden. Die Ministerin stellte in diesem Zusammenhang das Beispiel Bayern vor, wo Vorschläge zum Bürokratieabbau systematisch gesammelt, in 171 Optimierungsbereiche gegliedert und über einen öffentlich einsehbaren Entlastungstracker transparent nachverfolgt werden.
 
Der VLW begrüßt den offenen Austausch mit der neuen Hausleitung und wird die angesprochenen Themen weiterhin konstruktiv begleiten. Ziel bleibt es, die berufsbildenden Schulen zu stärken, praxisnahe Lösungen zu ermöglichen und die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern.
 
Von links nach rechts: Andreas Hoffmann, Stefanie Tischer, Harry Wunschel, Ministerialdirektor Mathias Range, Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig,  Staatssekretärin Jenny Groß, Andreas Seehaus, Mareike Schumacher, Christian Flory,
Foto: Christian Tuldi, stellvertretender Büroleiter im Ministerinbüro

Abbau von Verrechnungsstunden: Richtiger Ansatz, schwieriger Zeitpunkt
 
Das Bildungsministerium und die ADD haben angekündigt, im kommenden Schuljahr mit einem systematischen Abbau der Verrechnungsstunden an berufsbildenden Schulen zu beginnen. Gemeint sind schulinterne Stundenvorträge, nicht jedoch Stunden aus den Instrumenten des verpflichtenden oder freiwilligen Ansparens. Hierzu führen ADD und Ministerium bereits Gespräche mit den Schulleitungen. Ziel ist es, den in den vergangenen Jahren deutlich angestiegenen Umfang dieser Stunden zurückzuführen und einen weiteren Aufbau nur noch in begründeten Ausnahmefällen zuzulassen.
 
Grundsätzlich ist dieser Schritt aus Sicht des VLW nachvollziehbar und zu begrüßen. Verrechnungsstunden dürfen nicht dauerhaft zum Instrument werden, um strukturelle Lücken in der Unterrichtsversorgung zu schließen! Wenn Lehrkräfte über längere Zeit zusätzliche Stunden leisten, ohne dass ein zeitnaher Ausgleich erfolgt, entstehen Belastungen, die weder im Sinne der Fürsorgepflicht noch im Sinne einer nachhaltigen Personalplanung sein können!
 
Gleichzeitig kommt die Ankündigung für die Schulen zu einem schwierigen Zeitpunkt. Kurz vor Schuljahresende befinden sich BBSen bereits mitten in der konkreten Einsatz- und Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr bzw. haben diese bereits abgeschlossen. Ein kurzfristig einzuleitender Abbau von Verrechnungsstunden stellt die Schulleitungen daher vor zusätzliche organisatorische Herausforderungen.
 
Hinzu kommt, dass diese Maßnahme vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Stellensituation betrachtet werden muss. Wenn gleichzeitig für das kommende Schuljahr nur eine sehr geringe Zahl an Planstellen für eine deutlich höhere Zahl an Absolventinnen und Absolventen vorgesehen ist, entsteht ein Spannungsverhältnis: Einerseits sollen bestehende Belastungen abgebaut werden, andererseits fehlen an vielen Stellen die personellen Ressourcen, um die Unterrichtsversorgung dauerhaft zu sichern.
 
Der VLW begrüßt aber das Ziel, Verrechnungsstunden nicht weiter anwachsen zu lassen und bestehende Belastungen abzubauen. Entscheidend ist jedoch, dass dies nicht zulasten der Unterrichtsversorgung oder der Planbarkeit an den Schulen geschieht. Der Abbau von Verrechnungsstunden kann nur gelingen, wenn er mit einer verlässlichen Personalpolitik, ausreichenden Planstellen und realistischen Übergangsregelungen verbunden wird!

Neue Ausgabe der VLW-Kompakt erschienen
 
Die neue Ausgabe der VLW-Kompakt 01/2026 ist erschienen und steht ab sofort auch online zur Verfügung.
 
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht das wichtige Titelthema „Gewalt an Schulen in Rheinland-Pfalz“. Dazu enthält VLW-Kompakt unter anderem eine Umfrage, die Einblicke in Erfahrungen, Wahrnehmungen und Einschätzungen aus dem schulischen Alltag gibt. Das Thema zeigt einmal mehr, wie wichtig klare Unterstützungssysteme, Prävention, konsequentes Handeln und gute Rahmenbedingungen für Lehrkräfte und Schulen sind.
 
Darüber hinaus bietet die Ausgabe weitere kompakte Informationen, Berichte und Einblicke rund um die Arbeit des VLW sowie aktuelle Themen der beruflichen Bildung in Rheinland-Pfalz.
 
 
Wir wünschen eine interessante Lektüre!

Bundesweite Umfrage zu Gewalt an berufsbildenden Schulen läuft noch bis Ende Juli
 
Die bundesweite Umfrage zu Gewalt an berufsbildenden Schulen durch unseren Dachverband BVLB läuft noch bis Ende Juli. Der aktuelle Zwischenstand der Befragung war bereits Grundlage für das Titelthema der neuen VLW-Kompakt 01/2026 und zeigt eindrücklich, wie relevant das Thema im schulischen Alltag der BBSen ist.
 
Alle Kolleginnen und Kollegen an berufsbildenden Schulen, die sich bislang noch nicht beteiligt haben, sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen und Einschätzungen einzubringen. Eine breite Beteiligung ist wichtig, um ein möglichst aussagekräftiges Bild der Situation an BBSen zu erhalten und konkrete Handlungsbedarfe gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fundiert aufzeigen zu können.
 
Zur Umfrage:
Jetzt noch teilnehmen unter: https://forms.office.com/e/LbprHVVD33 (Bitte geben Sie im Bemerkungsfeld ‚vlw-rlp‘ an, damit die Rückmeldungen entsprechend ausgewertet werden können).
 
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Hitzeschutz ist keine Gefälligkeit – sondern Pflicht!
 
Wer von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern erwartet, auch bei Raumtemperaturen von weit über 30 Grad konzentriert zu arbeiten und zu lernen, ignoriert die Realität in unseren Schulen. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Gesundheitsschutz an der Klassenzimmertür endet, während in anderen Arbeitsbereichen klare Vorgaben gelten.
 
Der VLW fordert deshalb verbindliche Hitzeschutzstandards für alle Schulen – von kurzfristigen Schutzmaßnahmen bis hin zu einer konsequenten, hitzeresilienten Schulbaupolitik.
 
Gute Bildung braucht gute Arbeitsbedingungen – und keine Klassenzimmer, die im Sommer zu Backöfen werden!
 

Weitersagen:
Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen
Hildchen 7
56077 Koblenz

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 post@vlw-rlp.de

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