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Tarifabschluss
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Bildungskongress zur Zukunft der beruflichen Bildung
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Zukunftslabor KI startet
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Veranstaltungen im März
| Themenübersicht 02-2026 |
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Mit lautstarkem Protest und klaren Forderungen haben rund 2.500 Tarifbeschäftigte sowie Beamtinnen und Beamte aus dem Landes- und Kommunaldienst in Mainz demonstriert. Unter dem Motto „Jetzt schlägt’s 13!“ zogen sie durch die Innenstadt und machten pünktlich um 13 Uhr auf dem Ernst-Ludwig-Platz unmissverständlich Druck auf die Arbeitgeberseite. Die Wut über deren bisherige Blockadehaltung in den Tarifverhandlungen war spürbar – und wirkte mobilisierend. Immer wieder skandierten die Demonstrierenden „7 Prozent – mindestens 300 Euro!“.
Die Beschäftigten fordern eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich; für Auszubildende und Studierende sollen es 200 Euro mehr sein. In Rheinland-Pfalz wurde diese Forderung bereits durch einen landesweiten Warnstreik unterstrichen. dbb-Tarifchef Andreas Hemsing machte deutlich, dass die Kolleginnen und Kollegen angesichts ständig wachsender Aufgaben und Dauerüberlastung eine faire Bezahlung verdient haben: Sie halten den öffentlichen Dienst am Laufen – das müsse endlich angemessen honoriert werden.
dbb-Landesvorsitzende Lilli Lenz stellte zudem klar: Ein möglicher Tarifabschluss muss systemgerecht auf Beamtinnen und Beamte sowie auf die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden. Wer einen funktionierenden Rechtsstaat erwartet, müsse auch die verfassungsrechtlichen Vorgaben zur Besoldung ernst nehmen. Für den dbb ist die Einkommensrunde erst abgeschlossen, wenn dies umgesetzt ist.
Unter den Demonstrierenden waren auch Vertreter des VLW, die gemeinsam Seite an Seite mit den vlbs-Partnern lautstark die Forderungen unterstützten.
Der Druck aus Mainz zeigte Wirkung: Die Verhandlungsrunde am 14. Februar 2026 in Potsdam wurde mit einem Kompromiss abgeschlossen. Für Tarifbeschäftigte bedeutet dies eine schrittweise monatliche Entgelterhöhung um 2,8 Prozent (mindestens 100 Euro) ab dem 1. April 2026, weitere 2 Prozent ab dem 1. März 2027 sowie zusätzlich 1 Prozent ab dem 1. Januar 2028.
Der Tarifvertrag für die Landesangestellten hat eine Laufzeit von 27 Monaten bis zum 31. Januar 2028. Nun kommt es darauf an, dass diese Ergebnisse – wie im Koalitionsvertrag zugesichert – zeit- und wirkungsgleich auf die verbeamteten Lehrkräfte übertragen werden.
Weitere Informationen zum Tarifabschluß finden Sie beim dbb.
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Für den VLW Rheinland-Pfalz war unser Vorstandsmitglied Michael Lutz zu Gast auf dem Bildungskongress des BLV (Berufsschullehrerverband Baden-Württemberg) in Stuttgart am 6. Februar 2026. Mit Blick auf die kommende Landtagswahl positionieren sich die Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) und der BLV mit gemeinsamen Forderungen zur Zukunft der beruflichen Bildung. „Wir brauchen eine exzellente Berufsausbildung, um auch in Zukunft innovativ und konkurrenzfähig auf den Märkten bestehen und unseren Wohlstand halten zu können“, sagte UBW-Präsident Thomas Bürkle am Freitag beim Bildungskongress von UBW und BLV in Stuttgart.
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Die Baden-Württembergische Kultusministerin Theresa Schopper unterstrich die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung („Meister und Master“) und verwies auf den Spitzenplatz Baden-Württembergs im Bildungsmonitor 2025.
BLV-Vorsitzender Thomas Speck mahnte an, die berufliche Bildung zur politischen Priorität zu machen und Schulen mit ausreichend Personal, zeitgemäßer Ausstattung und stabiler Finanzierung zu stärken. Gleichzeitig müsse die Attraktivität der Ausbildung steigen, um junge Menschen dafür zu gewinnen, betonte Speck: „Wer Talente will, muss Perspektiven bieten. Mit modernen Berufsprofilen, starken Meister- und Technikerschulen sowie flexiblen Zusatzqualifikationen macht man die Ausbildung zu einem Karriereweg mit Zukunft.“
Die Tagung des BLV wurde von rund 200 Gästen besucht und bewies eindrucksvoll die Kraft eines schon vor mehreren Jahren fusionierten Verbandes der Berufsschulkolleginnen und -kollegen in Baden-Württemberg und bestärkt uns darin, den Weg zur Fusion mit dem vlbs weiterzugehen.
Mit dem neuen Zukunftslabor.KI hat Rheinland-Pfalz einen zentralen Ort geschaffen, an dem der schulische Umgang mit Künstlicher Intelligenz systematisch weiterentwickelt wird. Bildungsminister Sven Teuber betonte zum Start, dass KI längst Teil des Alltags sei – Schulen sollten diese Entwicklung aktiv gestalten, statt ihr nur zu folgen.
Das Zukunftslabor ist beim Pädagogischen Landesinstitut in Speyer angesiedelt und wird von einem landesweiten KI-Team aus Lehrkräften aller Schularten getragen. Es bündelt bestehende Projekte (u. a. die landesweite KI-Plattform fobizz) und verfolgt einen klaren Arbeitsansatz: entwickeln, erproben, evaluieren und anschließend in den Schulalltag übertragen.
Strategische Schwerpunkte sind:
- Lernen, Lehren und Prüfen in einer KI-geprägten Welt,
- gezielte Fortbildung von Lehrkräften sowie Schulentwicklung,
- Vernetzung, Trendanalyse und Qualitätssicherung.
Beim Kickoff gab es zahlreiche Workshops – von KI in MINT über Fremdsprachen bis hin zu Geschichte und Literatur – sowie einen „Promptathon“, bei dem Unterrichtsideen und Feedback mit KI erarbeitet wurden.
Alle Informationen sowie Angebote, wie die videobasierte Fortbildungsreihe „Masterclass KI“, finden sich auf der Website ZUKUNFTSLABOR.KI, die als Übersicht und Wegweiser dient.
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Stärken Sie die Selbstlernkompetenz Ihrer Schülerinnen und Schüler: Diese Fortbildung bietet Ihnen einen praxisnahen Einstieg in das selbstorganisierte Lernen aus psychologischer Perspektive mit der bekannten Autorin und Fachjournalistin, Dr. Myriam Schlag (Dipl.-Psychologin). Sie lernen zentrale Modelle, Strategien und Methoden kennen, die Sie direkt in Ihrem eigenen Unterricht umsetzen können – auch ohne schulweites SOL-Konzept. Im Workshop reflektieren Sie zudem Ihr eigenes Unterrichtshandeln und erhalten konkrete Impulse für die Förderung eigenständigen Lernens. Für Ihr Wohl ist dabei auch gesorgt: Der VLW-Bezirksverband Koblenz lädt Sie in der Mittagspause zum gemeinsamen Essen ein.
Details finden Sie im Flyer und Anmeldung bitte bis spätestens 24. Februar 2026 per E-Mail (stefanie.tischer@vlw-rlp.de) unter Angabe Ihres Ortsverbandes und der Mailadresse für weiteren Kontakt.
10.03.2026 Den Übergang in den Ruhestand gesund gestalten
Ambivalente Gefühle wie Vorfreude, Stolz, Hoffnung, Sorgen, Ängste und Unsicherheiten begleiten Beschäftigte in der letzten Zeit vor Rentenbeginn.
Das hat Auswirkungen auf ihre Arbeit. Teilnehmende des Vortrags erfahren, welche wichtigen Funktionen Arbeit hat und welche Herausforderungen mit dem Eintritt in den Ruhestand einhergehen können. Um diese zu bewältigen, bekommen sie praktische Tipps für die verbleibende Zeit im Berufsleben sowie für den Beginn des Ruhestands vermittelt. Darüber hinaus lernen sie Hebel zur Gesundheitsförderung im Ruhestand kennen.
Diese Veranstaltung bieten wir in Kooperation mit dem vlbs an.
Informations- und Anmeldemöglichkeiten erreichen Sie über: https://vlw-rlp.de/terminkalender/
Ihr VLW-Team








