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Aktuelles
VLW-Informationen 08-2026
  • Ihre Fragen zur Fusion
  • Kein automatischer Zeitausgleich
  • Digitale Beschaffung mit Problemen
  • Impulse aus Mindelheim
  • Einblicke bei Hevert in Nussbaum
  • Unsere Veranstaltungen im November
Die Vorbereitungen für unseren gemeinsamen Verband nehmen weiter Gestalt an. In dieser Ausgabe laden wir Sie zu zwei Online-Fragestunden zur geplanten Fusion ein. Außerdem informieren wir über aktuelle Gerichtsentscheidungen zur Arbeitszeit und zur Beschaffung digitaler Angebote – und darüber, was sie für den Schulalltag bedeuten. Zum Schluss finden Sie Rückblicke auf das BvLB-Fachkommissionstreffen zur Nachhaltigkeit sowie einer gemeinsamen VLW&vlbs-Veranstaltung und unsere Novembertermine.
 
 
Themenübersicht 08-2026
 
 
Auf dem Weg zum VLB: Ihre Fragen zur Fusion
 
Für den 18. Februar 2027 ist die Fusion von VLW und vlbs zum Verband der Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz (VLB) geplant. Die Ortsverbände erhalten dazu ein umfassendes Informationspaket: den Verschmelzungsbericht und den Verschmelzungsvertrag, den Entwurf der neuen Satzung sowie die neue Finanz- und Beitragsordnung.
 
Auch ausführliche Unterlagen können nicht jede Frage beantworten. Deshalb bieten wir bis zur Fusion mindestens zwei Online-Fragestunden für Ortsverbände und Mitglieder an. Nutzen Sie die Gelegenheit, offene Punkte anzusprechen und sich über die geplanten Veränderungen zu informieren.
 
Erste Online-Fragestunde
Donnerstag, 3. Dezember 2026, 16:30 Uhr
Anmeldung bis 1. Dezember 2026
 
Zweite Online-Fragestunde
Dienstag, 8. Dezember 2026, 16:30 Uhr
Anmeldung bis 4. Dezember 2026
 
Bitte melden Sie sich für den gewünschten Termin bei der VLW-Geschäftsstelle an:
post@vlw-rlp.de
 
Wir freuen uns auf Ihre Fragen und den gemeinsamen Austausch über die Zukunft unseres Verbandes!

BVerwG: Kein automatischer Ausgleich für zusätzliche Arbeitszeit
 
Zusätzliche Arbeitszeit führt nicht automatisch zu einem finanziellen Ausgleich. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 17. September 2026 den Ausgleichsanspruch eines früheren Grundschulleiters aus Niedersachsen abgelehnt. Er hatte geltend gemacht, seine Aufgaben nur durch eine Überschreitung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit bewältigen zu können.
Entscheidend war nach Auffassung des Gerichts, dass der Dienstherr ihn nicht zu den geltend gemachten zusätzlichen Arbeitsstunden herangezogen hatte. Die eigenverantwortliche Verlängerung der Arbeitszeit begründete deshalb keinen Anspruch auf Bezahlung. Sein ursprünglicher Antrag auf Freizeitausgleich war bereits vor dem Verwaltungsgericht erfolglos geblieben.
 
Überlastung muss sichtbar gemacht werden
Reicht die verfügbare Zeit für außerunterrichtliche Aufgaben aus Sicht einer Lehrkraft nicht aus, muss sie nach der Pressemitteilung des Gerichts eine Überlastung anzeigen und die Wahrnehmung von Aufgaben gegebenenfalls zurückstellen. Ob eine Arbeitszeiterfassung vorgeschrieben ist, war für die Entscheidung über den finanziellen Anspruch nicht ausschlaggebend.
 
 
 
Für uns zeigt die Entscheidung: Die Erfassung zusätzlicher Arbeitszeit allein garantiert noch keinen Ausgleich. Entlastung muss auch bei der Aufgabenverteilung ansetzen. Sprechen Sie eine dauerhafte Überlastung frühzeitig gegenüber der Schulleitung an und verlangen Sie eine Klärung der Prioritäten. Bleibt eine Entlastung aus, ist eine dokumentierte Überlastungsanzeige ein wichtiger Schritt. Bei Fragen unterstützen wir Sie.
 
Zur Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts
Urteil vom 17. September 2026 · BVerwG 2 C 19.25
 

Digitale Beschaffung: Produktneutralität stellt Schulen vor Herausforderungen
 
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat mit Beschluss vom 2. September 2026 die auf Apple-iPads beschränkte Ausschreibung der Stadt Datteln beanstandet. Bei der geplanten Beschaffung von rund 650 Schul-Tablets war die Festlegung auf einen Hersteller (Apple) nicht ausreichend begründet.
Öffentliche Ausschreibungen müssen grundsätzlich produktneutral erfolgen. Eine Beschränkung auf bestimmte Produkte bleibt unter engen Voraussetzungen möglich, muss aber konkret und nachvollziehbar begründet werden. Pauschale Hinweise auf bestehende Systeme oder zusätzlichen Umstellungsaufwand reichen dafür nicht aus. Die Entscheidung betrifft unmittelbar das Verfahren in Datteln, hat jedoch Signalwirkung für vergleichbare Beschaffungen.
 
 
Verzögerungen auch bei digitalen Angeboten in Rheinland-Pfalz
Die Weiterführung des Programms Klassengeld ist nach einer positiv bewerteten Pilotphase vorerst gestoppt worden. Für die weitere Vergabe ist eine produkt- und anbieterneutrale Ausschreibung vorgesehen. Dafür wird derzeit mit einem Zeitbedarf von mindestens einem halben Jahr gerechnet.
Auch bei einzelnen Modulen von IServ RLP gibt es Verzögerungen. Hier bestehen Überschneidungen mit Funktionen, die bereits Gegenstand einer Ausschreibung im Zusammenhang mit WebUntis sind und rechtlich nicht doppelt ausgeschrieben werden können. 
 
Für die Schulen entstehen daraus längere Wartezeiten und zusätzlicher Abstimmungsbedarf. Aus Verbandssicht brauchen Schulen deshalb frühzeitig verlässliche Informationen über verfügbare Angebote und Zeitpläne. Rechtssichere Vergaben und praxistaugliche digitale Ausstattung müssen zusammen geplant werden!
 
Zur Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf
Beschluss vom 2. September 2026 · VII-Verg 38/25

Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung: Impulse aus Mindelheim
 
Wie können berufliche Schulen Nachhaltigkeit und globale Verantwortung stärker im Schulalltag verankern? Mit dieser Frage beschäftigte sich die BvLB-Fachkommission Internationales und Nachhaltigkeit vom 18. bis 20. September 2026 in Mindelheim. Für den VLW Rheinland-Pfalz nahm Maik Nöller, Referent für Personalbetreuung im Landesvorstand, teil. Der Austausch mit der Unternehmerin und Umweltpreisträgerin Dagmar Fritz-Kramer zeigte, welche Erwartungen nachhaltig wirtschaftende Betriebe an eine zukunftsorientierte Ausbildung haben.
 
Konkrete Anregungen für die Schulpraxis lieferten die berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE), das Konzept der „Klimaschule“ und eine Exkursion in den Zukunftswald. Der ehemalige Revierförster Ludwig Pertl machte dort die ökologischen Herausforderungen und notwendige Veränderungen anschaulich. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, wie sich diese Erfahrungen für einen fächerübergreifenden Unterricht nutzen lassen. Zum Abschluss verabschiedete die Kommission ein Positionspapier zur strukturellen Stärkung der Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen. Maik Nöller brachte dabei die Perspektiven der rheinland-pfälzischen Lehrkräfte ein. Ein Ausblick auf das globale BBNE-Exzellenznetzwerk eröffnete zudem Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit.
 
Die Tagung in Mindelheim hat gezeigt, dass die berufliche Bildung eine Schlüsselrolle bei der Begleitung des ökologischen Wandels einnimmt. Die gewonnenen Erkenntnisse – insbesondere zur Verzahnung von Wirtschaftskompetenz und Klimaschutz – bieten eine wertvolle Grundlage für die zukünftige Verbandsarbeit des VLW RLP.
 
Die Teilnehmer der Fachkommission während der Begehung und
Analyse des Zukunftswaldes mit Ludwig Pertl am 2. Tag.
 

Gemeinsam mehr bewegen: Einblicke bei Hevert in Nussbaum
 
Nach dem Besuch im Kloster Maria Laach führte die Veranstaltungsreihe „Gemeinsam mehr bewegen“ die Bezirksverbände Koblenz von VLW und vlbs zum Arzneimittelhersteller Hevert nach Nussbaum. Die von Stefanie Tischer (VLW) und Daniel Schlich (vlbs) initiierte Reihe fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und bereitet den Weg in die gemeinsame Verbandszukunft.
 
Bei der Betriebsführung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das familiengeführte Unternehmen, das 1956 gegründet wurde und heute in dritter Generation geführt wird. Rund 200 Beschäftigte und vielfältige Ausbildungsberufe machen Hevert auch aus Sicht der beruflichen Bildung interessant. Besonders beeindruckten die regional verankerte Produktion und die hohen Anforderungen an die Qualitätssicherung.
 
Im Mittelpunkt stand außerdem der wertschätzende Umgang mit den Beschäftigten. Kinderbetreuung mit Ferienangeboten, flexible Arbeitszeitmodelle und betriebliches Gesundheitsmanagement zeigten, wie gute Arbeitsbedingungen konkret gestaltet werden können. In der Abschlussrunde zogen die Kolleginnen und Kollegen eine klare Verbindung zur Schule: Auch dort schaffen gute Arbeitsbedingungen eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Bildungsarbeit.
 
Beim gemeinsamen Abendessen in Bad Sobernheim wurden die Gespräche in geselliger Runde fortgesetzt. Die Veranstaltung zeigte erneut, wie selbstverständlich die Mitglieder beider Verbände bereits als Team zusammenarbeiten. Ein herzliches Dankeschön gilt Hevert für die Gastfreundschaft und die interessanten Einblicke!
 
Mitglieder der Bezirksverbände Koblenz von VLW und vlbs bei der Betriebsbesichtigung
von Hevert in Nussbaum: Unterwegs auf dem Weg in die gemeinsame Verbandszukunft.
 

Unsere Veranstaltungen im November
 
03.11.2026 · Bezirksdelegiertenversammlung Pfalz
 
Am Dienstag beginnt die Bezirksdelegiertenversammlung um 14:00 Uhr an der BBS II Kaiserslautern. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch im Bezirksverband. Die Anreise ist ab 12:30 Uhr möglich; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
 
04.11.2026 · Mitgliederversammlung BV Trier
 
Der Bezirksverband Trier lädt am Mittwoch um 14:30 Uhr in die BBS Bernkastel-Kues, Bornwiese 9, ein. Die Versammlung bietet Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Hinweise zur Teilnahme finden Sie in der Einladung im Terminkalender; für die Anmeldung ist dort michael.steuer@vlw-rlp.de angegeben.
 
 
09.11.2026 · Erste-Hilfe-Schulung für ÖPRe: Eingruppierung von PES-Verträgen
 
Die gemeinsame Online-Fortbildung von vlbs und VLW richtet sich an örtliche Personalräte und greift Fragen zur Eingruppierung von PES-Verträgen auf. Beginn ist am Montag um 16:30 Uhr. Bitte melden Sie sich bis 5. November über die Veranstaltungsseite des vlbs an.
 
 
12.11.2026 · Lernen, Lehren, Arbeiten mit KI
 
Wie verändert künstliche Intelligenz das Lernen, den Unterricht und die Arbeit in Betrieben? Im Online-Webinar am Donnerstag um 15:00 Uhr erläutert Prof. Dr. Oliver Thomas, welche Kompetenzen künftig gefragt sind und wie KI sinnvoll und verantwortungsvoll im Unterricht eingesetzt werden kann. Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele geben Anregungen für die berufliche Bildung.
 
 
25.11.2026 · Teilzeitbeschäftigung und ihre Folgen
 
Wer über Teilzeit nachdenkt, sollte sich frühzeitig mit den möglichen Folgen auseinandersetzen. Dazu laden vlbs und VLW am Mittwoch um 16:30 Uhr zu einer Online-Fortbildung ein. Die Anmeldung ist bis 23. November über die Veranstaltungsseite des vlbs möglich.
 
 
30.11.2026 · Suchtzeichen erkennen
 
Wie entsteht Sucht, woran lassen sich Hinweise bei Schülerinnen und Schülern erkennen und wie können Lehrkräfte im Verdachtsfall helfen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Online-Vortrags von vlbs und VLW mit einem Referenten der Debeka. Beginn ist am Montag um 16:30 Uhr. Anmeldung bis 26. November; den Anmeldelink finden Sie im Termineintrag.
 
 
Aktuelle Hinweise und mögliche Änderungen finden Sie in unserem Terminkalender.
 

Mit besten kollegialen Grüßen
 
Ihr VLW-Team

Hinweis: Die Bilder zu den beiden Gerichtsurteilen sind KI-generiert.
 

Weitersagen:
Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen
Hildchen 7
56077 Koblenz

 0261 200 690 15
 post@vlw-rlp.de

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