| ab 2024 |
| Themenübersicht 01-2026 |
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zunächst einmal wünschen wir Ihnen allen einen guten und zuversichtlichen Start in das neue Jahr. In den ersten Wochen nimmt das Jahr bereits ordentlich Fahrt auf – insbesondere mit den aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, die uns als Lehrkräfte unmittelbar betreffen und über die wir Sie in diesem Newsletter ausführlicher informieren möchten.
zunächst einmal wünschen wir Ihnen allen einen guten und zuversichtlichen Start in das neue Jahr. In den ersten Wochen nimmt das Jahr bereits ordentlich Fahrt auf – insbesondere mit den aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, die uns als Lehrkräfte unmittelbar betreffen und über die wir Sie in diesem Newsletter ausführlicher informieren möchten.
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Am 14. Januar 2026 hat der VLW gemeinsam mit weiteren Bildungsverbänden und der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) im Rahmen einer vom Dachverband dbb Rheinland-Pfalz organisierten Staffelmahnwache vor dem Ministerium der Finanzen ein deutliches Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen und ein wertschätzendes Miteinander im öffentlichen Dienst gesetzt. Die Aktion machte eindrucksvoll sichtbar, wie angespannt die Situation im öffentlichen Dienst ist.
Szenisch wurde dies durch den „Patienten Öffentlicher Dienst“ verdeutlicht, der am Tropf hängt und nur noch als Skelett im Rollstuhl sitzt, begleitet von live gespieltem Chopins Trauermarsch. Damit sollte gezeigt werden, dass immer mehr Aufgaben mit immer weniger Personal, veraltete IT-Strukturen und ein unüberschaubares Paragraphen-Dickicht den öffentlichen Dienst zunehmend überlasten.
„Das macht uns Sorgen: Immer mehr Aufgaben für immer weniger Personal, dazu eine veraltete IT und ein Paragraphen-Dickicht, weil die Politik gerne neue Anordnungen erlässt, aber die alten nicht entsprechend außer Kraft setzt“, betonte der stellvertretende dbb-Landesvorsitzende Robert Tophofen in seinem Statement vor Ort. Mit der mehrtägigen Staffelmahnwache werden die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder unterstützt, bei denen der dbb eine Einkommenserhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, fordert.
Robert Tophofen machte zudem deutlich, dass Wertschätzung sich auch in einer gerechten Bezahlung ausdrückt. Im Wettbewerb um Nachwuchskräfte sei der öffentliche Dienst gegenüber der Wirtschaft bereits deutlich ins Hintertreffen geraten, und auch im Vergleich der Bundesländer verliere Rheinland-Pfalz gegenüber den großen Nachbarn Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aufgrund eines geringeren Einstiegsgehalts an Attraktivität.
Unterstützen Sie den Einsatz für faire Arbeitsbedingungen aktiv: Durch Beteiligung von Aktionen des VLW vor Ort und Motivation von Kolleginnen und Kollegen, sich ebenfalls sichtbar hinter die Forderungen des VLW zu stellen.
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Die zweite Verhandlungsrunde im aktuellen Tarifkonflikt der Länder ist ohne Ergebnis geblieben; der dbb ruft deshalb für Mittwoch, den 04.02.2026, zu einer großen Demonstration in Mainz auf, an der sich alle nicht verbeamteten Lehrkräfte, Beamtinnen und Beamten sowie Pensionärinnen und Pensionäre beteiligen können.
Hintergrund zur Tarifrunde
- Die Arbeitgeber haben ein Angebot mit einer Laufzeit von 29 Monaten vorgelegt, das drei Lohnerhöhungen in den Jahren 2026, 2027 und 2028 und insgesamt nur rund fünf Prozent mehr Entgelt vorsieht.
- Dieses Angebot bleibt deutlich hinter dem Ergebnis der letzten Tarifrunde bei Bund und Kommunen zurück, wo unter anderem Lohnerhöhungen von 3 Prozent (2025) und 2,8 Prozent (2026) sowie höhere Sonderzahlungen vereinbart wurden.
Forderungen von dbb, vlbs und VLW
- Der dbb hält gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräfteverbänden an der Forderung nach sieben Prozent mehr Einkommen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fest.
- Gefordert wird außerdem die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf alle Landesbeamtinnen und -beamten sowie sowie auf die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger, außerdem eine vollständige Einführung der Paralleltabelle für tarifbeschäftigte Lehrkräfte.
Demo-Ablauf am 04.02. in Mainz
- Datum und Zeit: Mittwoch, 04.02.2026, von 10.00 bis 14.30 Uhr; Treffpunkt ist zwischen 10.00 und 11.00 Uhr auf dem Frauenlobplatz in Mainz.
- Ablauf: Nach dem Treffen Demonstrationsmarsch (ca. 2 km) durch die Mainzer Innenstadt zum Ernst-Ludwig-Platz, dort Abschlusskundgebung ab ca. 13.00 Uhr.
Wer kann teilnehmen?
- Beschäftigte Lehrkräfte (nicht verbeamtet) können sich an Streikmaßnahmen beteiligen, müssen sich dafür aber vorab bei ihrem Dienstherrn abmelden.
- Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger sind zur Teilnahme an der Demonstration ausdrücklich aufgerufen, soweit sie nicht durch Unterricht oder andere dienstliche Verpflichtungen gebunden sind.
Service für VLW-Mitglieder
- Der VLW ist vor Ort vertreten und gemeinsam mit dem vlbs als Mitaufrufer präsent.
- Für VLW-Mitglieder werden die Fahrtkosten zur Demonstration auf Antrag erstattet.
Zeigen wir gemeinsam Flagge für gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung – kommt zahlreich nach Mainz und bringt Kolleginnen und Kollegen mit!
![]() Der Demozug-Weg am 04.02.2026 |
Prof. Dr. Martin Lang, seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Technologie und Didaktik der Technik an der Universität Duisburg-Essen, und Pascal Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender und Pressesprecher des BvLB, sprechen mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Praxis über aktuelle Herausforderungen, innovative Ansätze und zukunftsweisende Entwicklungen in der beruflichen Bildung.
In der aktuellen Episode geht es passend zur aktuellen Situation um Tarifverhandlungen. Hier gibt der Gast Andreas Hilgenberg, Vorsitzender im Bezirkspersonalrat in Münster und Mitglied der Verhandlungskommission, einen Blick hinter die Kulissen der Tarifverhandlungen und führt aus, wie aus Forderungen Abschlüsse für Millionen entstehen.
Jetzt reinhören:
Der Podcast ist verfügbar auf Amazon Music, Spotify und Apple Podcasts und auf der Homepage des BvLB.
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Zu einem Gespräch mit der SPD-Landtagsfraktion waren Dirk Mettler, Steffi Tischer, Michael Schmidt und Michael Lutz mit der Vertreterin und den Vertretern der SPD-Fraktion verbunden: Florian Maier ( Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung der SPD-Landtagsfraktion und bildungspolitischer Sprecher, WK Landau), Susanne Müller (WK Sinzig, Bildungsausschuss-Vorsitzende), Manuel Liguori (Dipl-Handelslehrer, Diez, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion) und Johannes Bentrup (Stellv. Fraktionsgeschäftsführer und Referent für Bildung).
Angesprochen wurden von Seiten des VLW für die berufliche Bildung in Rheinland-Pfalz aktuelle und wichtige Themen. Dirk Mettler kritisierte zu Beginn den Vorstoß des Ministers zu Schuljahresbeginn bezüglich unangekündigter Tests. Der VLW hat die Beobachtung gemacht, dass Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Schüler seit Jahren nachlassen, parallel dazu auch die Anforderungen gesunken sind. Dies ziehe sich durch alle Bildungsgänge durch und gefährde eine optimale Vorbereitung auf die Lebens- und Arbeitswelt. Der Siegeszug der KI erfordere andere Formate bei der Leistungsbewertung.
Die SPD-Fraktion bestreitet, dass es nur noch um „Wohlbefinden“ an der Schule gehe. In vielen Ländern der Welt hat sich Schule und die Art des Unterrichts sowie der Leistungsbeurteilung geändert; zu oft werde die Leistungsbewertung noch als Disziplinierungsinstrument genutzt.
Manuel Liguori betonte, dass die SPD sich nicht gegen den Leistungsgedanken stelle. Andererseits sollen die Schüler auch emotional und kognitiv nicht zu stark belastet werden. Dagegen sprach unser Schatzmeister Michael Schmidt von einer Schülergeneration, die sich den Schulabschluss „ersessen“ habe. Er hob auch das Problem der Heterogenität in unseren Klassen hervor.
Dirk Mettler thematisierte das zunehmende Absentismusproblem, vor allem an unseren Vollzeitschulen und zunehmend auch an der Berufsschule. In diesem Zusammenhang fordert der VLW eine maximale Abwesenheitsquote von 25 % bei der Anerkennung von Abschlussprüfungen.
Kein Gespräch kann zurzeit auf das Thema „Digitalisierung“ in ihren unterschiedlichen Facetten verzichten: Hier sprachen unsere Vertreter das Problem an, dass digitale Dienstleistungen an der Schule oft zu lange Wartezeiten erfordern würden. Hier müsse das Land dringend nachbessern. Auch die zunehmende Bildschirmverweildauer junger Menschen ist ein Problem, mit dem man sich pädagogisch auseinandersetzen müsse.
Der VLW sprach auch aktuelle beamtenrechtliche Fragen an. Bei der Frage des Beamtenstatus für die Lehrkräfte sieht die SPD-Fraktion keinen Anlass zu Veränderungen. Florian Maier betonte, dass Lehrerinnen und Lehrer weiter verbeamtet werden sollten, weil sie eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit hätten. Zu Plänen, Grundschullehrkräfte nach A13 einzustellen, betonte der VLW, dass man eine Erhöhung der Bezüge nachvollziehen könne. Die Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen würden allerdings eine zwei Jahre längere Ausbildungsdauer brauchen. Dies müsse sich nicht zuletzt in einem Abstand zu anderen Eingangsgehältern widerspiegeln, also etwa dann einem Eingangsamt A14.
Zum Schluss konnten andere Themen nur ansatzweise angesprochen werden, wie die Standortsicherung beruflicher Schulen oder die Sprachförderung für Schüler mit Migrationshintergrund.
Florian Maier betont zum Schluss das Interesse der SPD an einer Schulform, die für weite Kreise Aufstiegsmöglichkeiten und eine zweite Chance bedeute. Manuel Liguori bedankte sich im Namen der SPD-Vertreter für die Diskussion und die Anregungen für die weitere bildungspolitische Arbeit. Beide Seiten vereinbarten, den Meinungsaustausch weiterzuführen.
Nächste Veranstaltung im Februar: Mo, 09.02.2026, Erste-Hilfe-Schulung für ÖPRe: BEM und Wiedereingliederung (Online, 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr)
Oftmals ist der ÖPR der erste Ansprechpartner, wenn eine Lehrkraft ein BEM angeboten bekommt. Unsicherheit besteht beispielsweise darin, worum es sich bei einem BEM handelt, ob es verpflichtend ist und ob die Begleitung durch die Schulleitung oder das Institut für Lehrergesundheit erfolgen soll. Auch ist die Abgrenzung zu einer stufenweisen Wiedereingliederung zu klären. In dieser Schulung erhalten örtliche Personalräte unter anderem durch einen Referenten des IfL nützliche Informationen für ihre Beratung von Kolleginnen und Kollegen.
Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem vlbs statt.
Informations- und Anmeldemöglichkeiten erreichen Sie über: https://vlw-rlp.de/terminkalender/
Ihr VLW-Team
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