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Übergangsfrist für Nutzung von Microsoft Teams an berufsbildenden Schulen verlängert


Übergangsfrist für Nutzung von Microsoft Teams an berufsbildenden Schulen verlängert

VLW gibt Stellungnahme zur BVJ-Reform ab     
               
Zum Schuljahresende wird die Duldung von Microsoft Teams auslaufen, lautet die Mitteilung in dem entsprechenden EPOS-Schreiben vom 4. April. Lediglich berufsbildenden Schulen, an denen Produkte von Microsoft Teil der Ausbildung an den Betrieben sind, wird eine längere Übergangsfrist eingeräumt. Wie lange diese sein wird, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Vielmehr wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung von MS Teams aufgrund der Verarbeitung von personenbezogenen Daten auf Servern in den USA gegen das EU-Datenschutzrecht verstößt.
Der VLW kritisiert, dass das Land bislang kein adäquat nutzbares Lernmanagement-System zur Verfügung stellen konnte. Die Fortschritte beim Aufbau von „Schulcampus“ sind zwar beachtlich, jedoch ist das Programm noch lange nicht mit den Möglichkeiten von MS Teams vergleichbar. Im Laufe der Pandemie hat sich eine Vielzahl an berufsbildenden Schulen aufgrund der komfortablen Handhabung für MS Teams entschieden. Hinzu kommt die Tatsache, dass in der ausbildenden Privatwirtschaft die Anwendung von Microsoft-Produkten weit verbreitet ist. Der VLW teilt allerdings die datenschutzrechtlichen Bedenken und fordert weiterhin das Aushandeln einer Vereinbarung zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Microsoft Corporation mit dem Ziel einer datenschutzkonform nutzbaren Lizenzversion für unsere Schulen.

Zur Reform des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) wurde im Februar die Anhörungsfassung der neuen Landesverordnung vorgelegt. Der VLW befürwortet einige der vorgesehenen Neuerungen, wie zum Beispiel die in der Stundentafel vorgesehenen 200 Stunden für „Lernberatung, Praktikumsbegleitung sowie zusätzliche pädagogische

und organisatorische Unterrichtsgestaltung“. Kritisiert wird vom VLW die wenig verbindliche Soll-Bestimmung zur Arbeit in multiprofessionellen Teams. Denn es sind die Schulträger, die das Personal für die Schulsozialarbeit und für die Verwaltung zur Verfügung stellen müssen. In diesen Bereichen benötigen unsere Lehrkräfte dringend Unterstützung und Entlastung. Es steht jedoch aus Sicht des VLW zu befürchten, dass viele finanziell schwach ausgestattete Kommunen nicht in der Lage sein werden, die entsprechenden Ressourcen zu finanzieren. Hier muss dringend die entsprechende Unterstützung durch das Land erfolgen. Der VLW kritisiert zudem die Stundenkürzung im Fach Sozialkunde und Wirtschaftslehre, die dem Bildungsziel zum mündigen Bürger entgegensteht. Zudem fordert der VLW bereits seit vielen Jahren, dass berufsbildenden Schulen der Ganztagsschulstatus zugestanden wird. Damit könnte BVJ-Schülern z. B. ein warmes Mittagessen, aber auch der Zugang zu weiteren nützlichen Einrichtungen, wie Aufenthaltsräumen und Bibliotheken, ermöglicht werden. Die in der Pilotphase zur BVJ-Reform in Aussicht gestellte Senkung der Klassenmesszahl von 16 auf 14 Schülerinnen und Schüler wird in der Landesverordnung nicht geregelt. Dafür wäre eine Anpassung der Verwaltungsvorschrift „Klassen- und Kursbildung an berufsbildenden Schulen“ erforderlich. Diese Anpassung will man im Ministerium, offensichtlich aus Kostengründen, jedoch nicht vornehmen. Der VLW fordert mit Blick auf die anspruchsvolle pädagogische Arbeit in den BVJ-Klassen, bedingt durch Inklusion, Defizite bei der deutschen Sprache und durch die Pandemie bedingte Lerndefizite, weiterhin die Senkung der Klassenmesszahl.

Sie sind anderer Meinung oder möchten noch etwas ergänzen? Dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihr Feedback unter info@vlw-rlp.de.

 


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