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Schulen im Regen durch Profilierungssucht
Angesichts der immer noch schwindelerregend hohen Infektionszahlen und einer Hospitalisierungsinzidenz, die keinen Anlass zur Entwarnung gibt, kritisiert der VLW das Auslaufen der bisherigen Schutzmaßnahmen noch vor den Osterferien.

Mit dem Auslaufen der Übergangsregelung an diesem Wochenende entfallen in den Schulen ab Montag fast alle Sicherheitsmaßnahmen. Das einzige, was bis Ende April erhalten bleibt, ist ein zweimal wöchentliches Testangebot sowie – beim Auftreten eines Infektionsfalles in einer Lerngruppe – die Testpflicht an fünf aufeinander folgenden Schultagen. Anders als bisher kann diese aber nicht mehr durchgesetzt werden, da die aktuellen bundesgesetzlichen Regelungen es nicht mehr zulassen, die Teilnahme am Präsenzunterricht  an den Geimpft-, Genesen- oder Getestet-Status zu knüpfen.
Angesichts der immer noch schwindelerregend hohen Infektionszahlen und einer Hospitalisierungsinzidenz, die keinen Anlass zur Entwarnung gibt, kritisiert der VLW das Auslaufen der bisherigen Schutzmaßnahmen noch vor den Osterferien. „Den Schwarzen Peter hält dieses Mal die Bundesregierung in der Hand. Wegen der Profilierungssucht eines Koalitionspartners wird jetzt so getan, als sei die Pandemie zu Ende. Dabei hat man offensichtlich nur den Kalender im Blick gehabt und lässt die Schulen in einer Hochphase der Pandemie im Regen stehen.“ kritisiert der VLW-Landesvorsitzende Dirk Mettler und führt weiter aus: „Die so genannte ‚Hotspot-Regelung‘ im Infektionsschutzgesetz ist so schwammig formuliert, dass sich kaum jemand traut sie anzuwenden. Das werfe ich der Landesregierung auch nicht vor, auch wenn die Inzidenz in Rheinland-Pfalz deutlich über der von Hamburg liegt, das von der Regelung Gebrauch macht.“
Der VLW hätte sich allerdings seitens der Bildungsministerin deutlichere Worte gewünscht als nur den Hinweis, dass es ja weiterhin erlaubt sei, Masken zu tragen. „Ein eindringlicher Appell an alleam Schulleben Beteiligten, sich ihre Verantwortung für sich selbst und für ihre Mitmenschen bewusst zu machen, wäre in dieser Situation hilfreich gewesen“, erläutert Dirk Mettler.
Das Angebot an alle Schülerinnen und Schüler sowie an die Lehrkräfte, sich weiterhin zweimal wöchentlich selbst zu testen, begrüßt der VLW und appelliert an die Landesregierung, über den 29. April hinauszudenken. Die Möglichkeit der kostenlosen Bürgertests wurde von der Bundesregierung gerade bis zum 29. Juni verlängert. In diese Richtung sollte sich nach Auffassung des VLW auch die Landesregierung bewegen und am Testangebot an den Schulen festhalten. „Die Selbsttests sind kein Allheilmittel und eine Beibehaltung der Maskenpflicht wäre sicher effektiver gewesen, das wissen wir auch. Aber sie sind leider die letzte verbliebene Schutzmaßnahme. Es wäre fahrlässig, sich auch davon vorschnell zu verabschieden!“, unterstreicht Dirk Mettler abschließend die Forderung des VLW.


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