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VLW äußert sich zur generellen Rückkehr in den Wechselunterricht ab 15. März


VLW äußert sich zur generellen Rückkehr in den Wechselunterricht ab 15. März

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat gestern verkündet, noch vor den Osterferien alle Schülerinnen und Schüler wieder in den Präsenzunterricht zu holen. Am 8. März starten die 5. und 6. Klassen der allgemeinbildenden Schulen mit dem Wechselunterricht, am 15. März sollen alle anderen Jahrgänge folgen. Darunter sind dann auch alle Klassen an BBSn, die nicht ohnehin bereits wieder in Präsenz unterrichtet werden. Unter Abwägung aller Interessen hat der VLW Verständnis für diese Entscheidung. Sicherlich stellt es einen großen Sprung dar, wenn ab dem 15. März wieder die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler gleichzeitig anwesend ist. Eine stufenweise Rückkehr verschiedener Bildungsgänge hätte aber bedeutet, dass unsere Kolleginnen und Kollegen noch länger im

Wechselmodus mit Präsenz- und Fernunterricht verblieben wären, der eine noch größere Belastung bedeutet hätte. Lesen Sie nachstehend unsere Pressemitteilung zur Entscheidung der Landesregierung:

Rückkehr in generellen Wechselunterricht nur unter Ausweitung des Gesundheitsschutzes
VLW fordert Senkung der Wochenstundendeputats für Lehrkräfte

Die meisten von uns sehnen sich nach der Rückkehr in den regulären Präsenzunterricht. Insofern können wir die Entscheidung des Bildungsministeriums, ab dem 15. März zum generellen Wechselunterricht für alle Klassen zurückzukehren, nachvollziehen. Mit Blick auf die stagnierenden oder gar wieder steigenden Inzidenzwerte sind wir jedoch weiterhin in Sorge, dass durch die Öffnung des Schulbetriebs einer erneuten Welle Vorschub geleistet wird. Es ist aus unserer Sicht nun oberstes Gebot, dies zu vermeiden.

Dazu fordert der VLW:

- einfach zu handhabende Corona-Schnelltests für Schulen in ausreichender Zahl
- ein Umdenken bei der Impfstrategie. So wie in Baden-Württemberg, muss auch in Rheinland- Pfalz für alle Lehrkräfte ein vorgezogener Impftermin möglich sein.
- alle Lehrkräfte sind in ausreichender Zahl mit FFP-2-Masken für den Unterricht auszustatten

So wie der Fernunterricht ist auch der Wechselunterricht mit erheblichen Zusatzbelastungen für die Lehrkräfte verbunden. So muss jeweils eine Hälfte der Lerngruppe mit Aufgaben für zuhause versorgt werden. Danach ist nicht nur deren Erledigung zu kontrollieren, sondern sie müssen zudem inhaltlich gesichtet und bewertet werden. All das erfordert zusätzliche Arbeitszeit, die irgendwie gestemmt werden muss und so auf Dauer nicht hinnehmbar ist. Der VLW erwartet deshalb von seinem Dienstherrn, dass es dafür eine Kompensation gibt, die aus mehr als dankenden Worten besteht. Mit Blick auf die zunehmenden Herausforderungen durch die Bildung mit digitalen Medien und auf den zunehmenden Unterstützungsbedarf von Schülerinnen und Schüler, die aufgrund von Corona noch viele Jahre mit Lerndefiziten an unsere Schulen kommen werden, fordert der VLW eine deutliche Senkung des Wochenstundendeputats. Das kostet zwar Geld, ist aber eine längst überfällige Investition in gute Bildung für alle.


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